Rasseportrait

Auf dieser Seite finden Sie Rassen, die momentan auf Ausstellungen anzutreffen sind und deren Standart wir etwas erläutern möchten.

Ch. Akita von Neuenmuhr
Katze
wild/ruddy

Im Besitz von Antje Engelhard & Carsten Kleber
www.vom-mariengarten.de

Abessinier

Herkunft: Die Vorfahren dieser Katze sollen jene Tiere gewesen sein, die die alten Ägypter als heiliges Tier und Ebenbild der Göttin Bast verehrten. Diese Kurzhaarkatze gelangte im Jahr 1886 erstmalig nach Europa. Eine Katze namens Zula wurde von Äthiopien nach England importiert. In England und Europa wurden deren Nachkommen mit einheimischen Kurzhaartypen gekreuzt, so dass die damalige Katze wenig Ähnlichkeit mit der heutigen Rasse besitzt.

Körperbau: Der Kopf hat mittlere Proportionen, eine gemäßigte Keilform und sanfte Konturen. Das Kinn ist kräftig und weist einen leichten Einschnitt zur Bildung der Schnauze auf. Die Nase ist mittellang und im Profil weder gerade noch mit Stop versehen. Der Nasenspiegel ist ziegelrot. Die Ohren sind verhältnismäßig groß, breit am Ansatz und weit auseinandergesetzt. Sie sind straff aufgerichtet, an der Spitze gerundet und mit einem Wildfleck versehen. Ohrbüschel sind erwünscht. Der Hals ist zierlich. Die Augen sind groß, mit mandelförmigem Schnitt und gut auseinanderstehend. Die Augenfarbe ist leuchtend und ausdrucksvoll von reinem, klarem intensiven Bernsteingelb, haselnussfarben oder grün. Die Augen sind schwarz oder braun umrändert. Das Fell ist von kurzer feiner Textur und dicht anliegend.

Wesen: Die Abbesinierkatze gilt als lebhaft, liebenswürdig und intelligent. Dass ihr ein gewisser Gehorsam nachgesagt wird, ist ein Zeichen ihrer Loyalität und Bindungsfähigkeit.

 Britisch Kurzhaar

Herkunft: Die europäischen und britischen Kurzhaarkatzen sind eigentlich nichts weiter als gewöhnliche Hauskatzen, die lediglich nach festgelegten Maßstäben gezüchtet werden. Eine Ausnahme bildet die Kartäuserkatze (Britisch Kurzhaar Blau). Es gibt eine Unzahl diverser Farbschläge.

Körperbau: Der Britisch Kurzhaar ist groß bis mittelgroß und gedrungen. Der Rücken, die Schultern und die breite Brust sind massiv und muskulös. Die Beine sind kurz und kräftig. Die Pfoten sind rund und kräftig. Der Schwanz ist kurz und dick mit einem runden Ende.Der Kopf wird durch einen breiten Schädel geprägt, der rund und massiv ist und gute Proportionen aufweist. Der Hals ist sehr stark entwickelt, kurz und kräftig. Das Kinn ist gut ausgebildet und kräftig entwickelt. Die Nase ist kurz, breit und gerade. Sie weist eine leichte Einbuchtung, aber keinen Stop, auf. Die Ohren sind kurz und breit im Ansatz.Die Augen sind groß, rund und weit auseinanderstehend. Sie sind weit geöffnet, leuchtend und ausdrucksvoll. Das Fell ist kurz und dicht, nicht anliegend und von feiner Textur. Die Unterwolle ist gut entwickelt. Die Beschreibung der einzelnen Farbschläge der Britisch Kurzhaar erfolgt gemeinsam mit den Europäisch Kurzhaarkatzen, da Farbe, Zeichnung usw. übereinstimmen.

Wesen: So unterschiedlich wie die Farben der europäischen und britischen Kurzhaarkatzen ist auch das Temperament. Ob nun ein schüchternes Katerchen, eine selbstbewusste Mäusejägerin oder verwöhnte Stubenkatze, im allgemeinen sind die Kurzhaarkatzen von intelligentem, aufgeschlossenem Wesen. Sie sind im Grunde sehr genügsam und daher sehr anpassungsfähig. An ihren Halter gewöhnt, sind sie sehr anhänglich und kontaktfreudig und sehr wohl in der Lage, ihren zweibeinigen Hausgenossen zu erziehen.

Gr. Europa Ch. Creme Balthasar vom Wernerwald
Kater
 creme

Im Besitz von Kerstin Förster
www.foerster-wenden.de

I*Love*You Miracle of Life
Kater
braun

Im Besitz von Barbara Hickmann
www.burmesen.com

 Burma

Herkunft: Diese Katze stammt wirklich aus Burma. Anfang der 30er Jahren wurden die ersten Burmakatzen in die USA importiert. Das war der Beginn der modernen Zucht. 1936 wurde die Rasse in den USA anerkannt.

Körperbau: Die Burmakatze ist von mittlerer Größe. Der Körper ist muskulös. Die Brust ist kräftig . Der Rücken ist gerade. Die Burmakatze steht auf feinen Beinen und hat zierliche ovale Füße. Der Schwanz hat mittlere Länge. Der Kopf ist keilförmig, an der Oberseite leicht gerundet. Die Backenknochen sind weitgesezt. Der Kiefer ist breit mit kräftigem Kinn. Im Ansatz hat die Nase eine deutliche Einbuchtung. Die Ohren sind mittelgroß und weit auseinandergesetzt. Die großen Augen sind weit auseindergesetzt. Die Augenfarbe ist leuchtend gelb bis bernstein. Das Fell weist eine feine glänzende Textur auf. Es liegt kurz am Körper an und hat keine Unterwolle.

Wesen: Die menschenfreundliche Burmakatze ist ausgesprochen intelligent und anhänglich.

Exotisch Kurzhaar

Die Exotisch Kurzhaar (engl. Exotic Shorthair oder kurz Exotic genannt) ist das kurzhaarige Pendant zur Perserkatze. Ihr rundes Gesicht mit der Stupsnase, der stämmige Körperbau und das plüschartige Fell sind die markanten Merkmale dieser Katze.

Herkunft
Die Exotic ist eine künstlich entstandene Rasse, die zuerst in den USA gezüchtet wurde. Sie entstammt aus Verpaarungen von Perser, Burma, Britisch und Amerikanisch Kurzhaar. Die Rasse wurde in Anlehnung an die Ursprungsheimat der Perserkatzen, von denen sie in erster Linie abstammt, benannt.

Zuchtgeschichte
Der Anstoß zur Exotic-Zucht sollen Verpaarungen von Persern und Burmesen mit dem Ziel, die Farbe chocolate in die Perserzucht zu bekommen, gewesen sein. Einer anderen Version nach sollte durch Einkreuzen von Persern die American Shorthair im Körperbau kräftiger werden. Die Mischlinge der ersten Generation fanden soviel Anklang, daß man beschloß, mit ihnen eine neue Rasse zu entwickeln. Die Exotic-Zucht begann in den 60-iger Jahren. Die Rasse wurde 1967 in den USA und 1984 in Europa (FIFe) anerkannt.
In den 80-iger Jahren entwickelten sich die Exotic zu einer der beliebtesten Kurzhaarkatzenrasse

Farah Silverstar von Hormus
Katze
black/smoke/white

Im Besitz von Petra Steinfeld
www.Heartbreakercattery.de

Rassestandard
Die Exotic ist von allen Dachverbänden der Katzenvereine anerkannt. Ihr Standard lautet

Merkmal

Ausprägung

Körper

mittelgroß bis groß, stämmig, kurzer, dicker Hals

Kopfform

rund und breit

Ohren

klein, rund, weit auseinander gesetzt

Nase

kurz, breit, Stop

Augen

groß, rund, weit auseinander, Augenfarbe: passend zur Fellfarbe

Beine

kurz, stämmig

Pfoten

groß, rund

Schwanz

kurz, buschig

Farbe

alle Farben und Muster

Fell

kurz, plüschartig, mit Unterfell

 Heilige Birma

Herkunft: Wie eine Legende aus dem alten Burma berichtet, waren die Katzen, die die Burmatempel bewohnten, reinweiß. Während eines Überfalls auf eine dieser heiligen Stätten wurde der Oberpriester erschlagen. Die Lieblingskatze des Oberpriesters sprang auf den Körper des heiligen Mannes und verwandelte sich im selben Moment. Das Fell nahm eine goldene Färbung mit dunklen Flecken in der Farbe burmesischer Erde an. Die Augen wurden blau. Lediglich die Pfoten, die vom Gewand des Alten umhüllt waren, blieben weiß. Das Tier soll die ganze Nacht Totenwache gehalten haben. Diese ursprünglich aus Asien stammende Rasse wurde 1914 durch den britischen Major Gordon Russel in Europa eingeführt. Aus den Nachkommen dieses ersten Pärchens entstand die heutige Rasse und fand schnell große Beliebtheit. 1925 wurde die Birmakatze in Frankreich als Zuchtrasse anerkannt.

Körperbau: Die Birmakatze ist von mittlerer Größe und etwas gestreckt. Sie hat kurze, stämmige Beine. Die Pfoten sind abgerundet und gut proportioniert. Der Kopf wird durch einen kräftigen Schädel mit vollen runden Wangen und leicht gewölbter Stirn geprägt. Die Nase weist keinen Stop auf. Der Kiefer ist kräftig und das Kinn ausgeprägt. Die Ohren sind klein und nicht zu aufrecht stehend. Die leicht ovalen Augen sind tiefblau. Das Fell der Birmakatze weist eine seidige Textur und wenig Unterwolle auf. Es ist lang bis halblang je nach Körperteil. Im Gesicht sind die Haare kurz. An der Halskrause, dem Rücken und den Flanken erreicht die Behaarung ihre größte Länge. Die Abzeichen umfassen das Gesicht, die Ohren, die Vorder- und Hinterbeine und den Schwanz. Die Abzeichen an den Beinen weisen zusätzlich einen Weißanteil an den Handschuhen und Sporen auf. Die Abzeichen sollen in der Färbung so gleich wie möglich sein. Die Handschuhe und die Sporen sind das Markenzeichen der Birmakatze. Die Handschuhe erstrecken sich von der Fußspitze bis an die Zehenwurzel oder enden am Gelenk. Die Farbe der Handschuhe ist ein reines Weiß. Der Schwanz ist von mittlerer Länge und elegant in der Form. An der Schwanzwurzel ist er dünn, zum Ende hin wird er voll und buschig.

Wesen: Die Birmakatze ist sanft und freundlich. Sie liebt das Familienleben und ist im Umgang mit anderen Tieren verträglich.

GIC Navayana´s Edition One
Kater
seal-point

Züchterin
www.birmchen.net

Ch. Kasimir vom Förstereck
Kater
 blau

Im Besitz von Kerstin & Andreas Förster
www.foerster-wenden.de

 Kartäuser

Herkunft: Schon vor Jahrhunderten sollen Kartäusermönche in Frankreich diese Rasse gezüchtet haben. Im 18. Jh. tauchte in Frankreich eine kurzhaarige robuste Rasse unter dem Namen „Chat de Chartreux“ auf. In England wurde mit der „British Blue“ eine fast identische Rasse gezüchtet. In den 20er Jahren bemühten sich französische Züchter um den Erhalt der blauen Chartreux-Katzen. 1935 erhielt die Chartreux in Frankreich den ersten Rassestandard. Um die Qualitäten der Rasse nicht durch Inzucht zu gefährden, wurde die Chartreux mit der verwandten „British Blue“ gekreuzt. Heute wird die Rasse international als Britisch Kurzhaar Blau bezeichnet. In Deutschland wird die als Kartäuser bekannte blaue Katze als eigene Rasse geführt.

Körperbau: Der Körper der Kartäuser ist groß bis mittelgroß, gedrungen, kompakt (cobby) und muskulös. Die Kartäuser hat eine breite Brust, massive, breite Schultern und einen breiten Rücken. Die Kartäuser steht auf kurzen und stämmigen Beinen. Die Pfoten sind rund, geschlossen und kräftig. Der Schwanz ist kurz, im ganzen stark und mit rundem Ende.Der Hals ist kurz, kräftig und gut entwickelt. Der Kopf weist eine runde Form des massiven, breiten Schädels auf. Die Nase ist gerade, breit und kurz mit leichter Einbuchtung (kein Stop). Die kleinen Ohren sind an den Spitzen leicht abgerundet und weit gestellt. Die großen runden Augen sind weit geöffnet und stehen in breitem Abstand. Die Augen sind kupferfarben oder dunkel orange. Das Fell ist kurz und dicht. Es weist eine feine Textur mit dichter Unterwolle auf. Das Fell steht ab. Die Haare sind von Spitzen der Deckhaare bis zu den Haarwurzeln der Unterwolle durchgefärbt.

Wesen: Die Kartäuser gilt als sehr anpassungsfähig, kinderlieb und pflegeleicht. Sie ist ruhig, ausgeglichen und unkompliziert. Im Umgang mit Artgenossen und anderen Heimtieren gibt es selten Probleme. Ihren zweibeinigen Hausgenossen gegenüber ist sie sehr anhänglich. Sie ist intelligent und lernfähig.

 Maine Coon

Herkunft: Ihren Namen verdanken die Main-Coons dem englischen Seemann Kapitän Coon. Dessen Langhaarkatzen sollen in den Häfen Neuenglands für reichlich Nachwuchs gesorgt haben. Wo immer langhaarige Katzenjunge das Licht der Welt erblickten, wusste der Besitzer, es war „eine von Coons Katzen“. Zu den Ahnen dieser Rasse sollen auch langhaarige Katzen aus dem Besitz der französischen Königin Marie-Antoinette gehören. Die heutigen Main-Coons stammen aber eher von amerikanischen Bauernkatzen und Langhaarkatzen ab, die von Siedlern und Seeleuten nach Neuengland gebracht wurden. 1861 wurde die Main-Coon in den USA registriert. Nach Einführung der Perserkatzen in den USA nahm das Interesse an dieser Rasse schnell ab. In den 50er Jahren erlebte die Rasse einen neuen Aufschwung. 1953 wurde der Central Main Coon Cat Club gegründet. 1976 konnte sich die Main-Coon als offizielle Rasse etablieren.

Körperbau: Die Main-Coon hat einen muskulösen, breiten Brustkorb. Sie wirkt mittelgroß bis groß. Der Körper erscheint langgestreckt und wirkt rechteckig. Der Hals ist von mittlerer Länge. Die Beine der Main-Coon sind kräftig, muskulös, weit angesetzt und von mittlerer Länge. Die Pfoten sind groß, rund und mit Haarbüscheln versehen. Der Kopf der Main-Coon hat mittlere Breite. Die Wangenknochen sind hoch angesetzt, die Nase und das Gesicht sind mittellang mit einem kantigen Umriß der Schnauze. Das Kinn ist kräftig und in einer Linie mit Nase und Oberlippe. Im Profil wirkt die Nase leicht aufwärts gebogen. Die Ohren sind groß und mit Haarbüscheln versehen. Die großen Augen stehen weit auseinander und sind leicht schräg gesetzt. Als Farben sind Grün, Gold oder Kupfer erwünscht. Der Schwanz ist lang, breit am Ansatz und zum Ende spitz zulaufend. Das ist Fell lang und wehend, dicht und kurz an den Schultern, aber am Bauch und an den Hinterbeinen länger. Kragen ist erwünscht. Die Textur ist seidig und locker fallend, an Kopf und Schultern ist es kurz und dicht. Die Unterwolle ist weich und fein unter gröberem, glattem Deckhaar. Im warmen Klima wird das Fell kürzer. Es variiert mit Jahreszeiten und Klima. Nur der Schwanz bleibt buschig.

Wesen: Maine-Coon-Katzen sind zärtliche und gesellige Hausgenossen. Besonders herausragend ist ihre Verträglichkeit gegenüber Artgenossen. Eine weitere Besonderheit der Main-Coons ist die Angewohnheit, auf hartem Untergrund zu schlafen . Die Rasse ist bekannt dafür, feine Zirplaute von sich zu geben.

Ch. Pediro Sweet Hokuspokus
Katze
black-tortie / white

Im Besitz von
Petra & Dirk Rodenbrügger
www.sweet-lions.de

Andokaja´s Zalou
Kater
 seal-tabby-point-white

Im Besitz von Ute Schultz
www.batyjewo.de

 Neva Masquerade

Herkunft: Die Neva Masquerade stammt, wie auch ihre "Schwester" die sibirische Katze, aus Rußland. Naturrassenliebhaber haben in der Neva Masquerade die einmalige Chance sowohl Maskenkatze als auch Waldkatze miteinander vereint zu haben.

Körperbau: Als Maskenkatze haben alle Neva Masquerade grundsätzlich blaue Augen und eine helle Körperfarbe, von der sich die dunklen Stellen, die sog. Points, der kälteren Körperpartien, wie Gesicht, Ohren, Schwanz und Beine absetzen.Die Neva, wie sie meist kurz genannt wird, ist eine natürlich entstandene Halblanghaarkatze mit Unterwolle. Wie bei allen Semilanghaarrassen wartet sie mit jahreszeitlich verändertem Fellvolumen auf. Im Winter ist das Fell deutlich länger als im Sommer. In der kalten Jahreszeit tragen die Nevas einen Kragen, üppiges Körperfell und der Schwanz ist stark behaart und buschig. Wird es im Frühjahr wärmer, ziehen sie sich auch etwas leichter an. Dann ist der Kragen deutlich geringer und nur noch am Schwanz läßt sich erkennen, daß man eine Halblanghaarkatze vor sich hat. Das Fell neigt von Natur aus nicht zum Verfilzen und ist daher sehr pflegeleicht. Ein einmaliges Kämmen oder Bürsten pro Woche reicht völlig aus. Es sind eben noch Naturburschen, die sich ihr Fell auch noch alleine pflegen können.
Die Neva Masquerade wurde erst nach dem Fall des "eisernen Vorhang" bei uns in Deutschland eingeführt, dies ist auch der Grund warum die Rasse bei uns noch relativ unbekannt ist. Vielleicht ist es auch ganz gut so, schließlich ist sie durch die relativ kurze Zuchtgeschichte noch gesund und ohne optische Extreme.
Da die Neva Masquerade mit der Sibirischen Katze, die es in allen "normalen" Fellfarben gibt, wie oben erwähnt eine Rasse darstellt, werden sie auch miteinnader verpaart. Deshalb ist es auch möglich, daß in einem Wurf sowohl Nevas als auch Sibirier sind. Es müssen nur beide Eltern Pointträger sein. Nevas fallen auch bei einer Verpaarung Neva X Sibirier Pointträger.

Wesen: Charakterlich ist die Neva eine ganz wundervolle, sozial eingestellte und liebevolle Gesellschafterin für Mensch und Tier. Ihr Wesen ist verschmust bis zum Abwinken, sanft und fröhlich, gerne auch mal zum Schabernack bereit. Ab und zu plaudert sie mit ihrer sanften und melodischen Stimme mit ihren Menschen.

 Norwegische Waldkatze

Herkunft: Die „Norsk Skogkatt“ hat eine lange Geschichte. Ihre Vorfahren sollen im 5. Jh. mit Hunnenstämmen, die nach dem Zerfall des Attila-Reichs nach Skandinavien zogen, in ihr Ursprungsland gekommen sein. Die Tiere waren gezwungen, sich dem rauhen Klima des Nordens anzupassen. Diese evolutionäre Anpassung über Jahrhunderte führte zur Entstehung der „Norwegischen Waldkatze". Anfang dieses Jahrhunderts war die Art durch Einkreuzung europäischer Kurzhaarrassen in ihrem Charakter bedroht. Daraufhin begannen norwegische Katzenfreunde Anfang der 30er Jahre mit der Zucht der „Trollkatze“. Dieser Versuch gelang. Die Art wurde erhalten. 1977 gelang es, die Norwegische Waldkatze als international anerkannte Rasse zu etablieren. Heute werden Waldkatzen in aller Welt gehalten.

Körperbau: Die Norwegische Waldkatze ist kräftig, muskulös und geschmeidig. Ihr langer Körper steht auf hohen Beinen. Die Hinterbeine sind höher als die Vorderbeine. Der Kopf ist dreieckig mit einer langen Nase mit geradem Profil ohne Unterbrechung („Stop“) und einem kräftigen Kinn. Die Augen sind groß und haben einen wachen Ausdruck. Alle Farben sind erlaubt. Die Ohren sind mit luchsartigen Haarpinseln und hoch am Kopf plaziert. Das wollige Unterfell wird überdeckt von glänzenden, glatten und wasserabstoßenden Haaren. Eine große Halskrause, der im Dreieck von den Wangen herabfallende Bart und die „ Knickebocker-Hosen“ an den Hinterbeinen vervollständigen das Bild. Der Schwanz ist lang und wuschig.

Wesen: Die Norwegischen Waldkatzen lieben den Menschen. Sie sind freundliche, intelligente, spielfreudige Gesellschafter. Obwohl an das Leben im Freien gewöhnt, können sie problemlos auch im Haus gehalten werden. Ihre Spielfreude, gepaart mit ihrer eleganten Kletterkunst, können jedoch zu gelegentlichem Flurschaden führen.

Eur. Ch. Belana Torres vom Hasperbach
Katze
black torbie classic white

Im Besitz von Alexandra Gebert
www.hassperbach.de

FIN*Silvanest Elentári
Katze
black-silver-spotted

Im Besitz von Verena Böhm-Filieri
www.noregret-cats.de

 Orientalisch Kurzhaar

Herkunft: Siam- und andere Kurzhaarkatzen wurden von amerikanischen Züchtern gekreuzt. Das Ergebnis war ein Ebenbild der Siam, nur ohne die charakteristischen Abzeichen.

Körperbau: Der Körper ist von mittlerer Größe, langgestreckt, schlank, gut muskulös, dabei jedoch elegant in der Gesamterscheinung. Der Hals ist lang und schlank. Die Beine sind lang und gut proportioniert zum Körper. Die Füße sind klein und oval. Der Schwanz ist sehr lang, dünn am Ansatz und in einer feinen Spitze endend. Der Kopf ist von mittlerer Größe, keilförmig und zum Körper gut proportioniert Der Keil fängt an der Nase an und verbreitert sich allmählich an beiden Seiten in geraden Linien zu den Ohren. Die Ohren sind groß, zugespitzt, breit an der Basis und verlängern die Seiten des Keils. Der Schädel ist von der Seite gesehen leicht konvex. Die Nase ist lang und gerade. Die Schnauze ist rein ausgebildet. Kinn und Kiefer sind von mittlerer Größe. Das Ende des Kinns bildet mit der Nasenspitze eine vertikale Linie. Die Augen sind von mittlerer Größe, mandelförmig und leicht schräggestellt. Die Augenfarbe ist bei Orientalischen Kurzhaarkatzen ein klares, leuchtendes, tiefes Grün. Das Fell ist sehr kurz, fein, glänzend und glatt anliegend. Die Körperfarbe des Fells ist gleichmäßig. Es können leichte Schattierungen am Körper auftreten. Die Körperfarbe des Fells ist gleichmäßig. Es können leichte Schattierungen am Körper auftreten.

Wesen: Die Orientalen haben das Temperament ihrer Siamvorfahren geerbt. Sie sind neugierige, energische und liebevolle Gefährten.

 Perser

Herkunft: Die Urahnen der heutigen Perserkatzen stammen aus Kleinasien. Ende des 16.Jh. soll der Italiener Pietro della Valle sie erstmals in Europa eingeführt haben. Die heutigen Zuchtkatzen stammen aber von Tieren ab, die Ende des 19. Jh. Aus der Türkei und Persien eingeführt wurden. Die lange Tradition der Zucht führte zu einer Vielzahl von anerkannten Farbschlägen.

Körperbau: Der Körper ist groß bis mittelgroß und gedrungen (cobby). Der Rücken, die Schultern und die breite Brust sind massiv und muskulös. Die Beine sind kurz und kräftig und vermitteln einen niedrigen Eindruck in der Körperhöhe. Die Pfoten sind groß und rund. Sie sollten zwischen den Zehen mit Haarbüscheln versehen sein. Der Schwanz ist kräftig im Ansatz, kurz und buschig und steht in guter Proportion mit dem Körper. Das Ende ist leicht abgerundet. Der Kopf wird durch einen breiten Schädel geprägt, der rund und massiv ist und gute Proportionen aufweist. Er zeigt eine gewölbte Stirn, eine kleine kurze und breite Nase mit einem sauberen Stop, d. h. eine deutliche Einbuchtung am Nasenansatz, jedoch keine Ausbildung einer Stupsnase, und volle Wangen. Die Nasenspitze sollte das Unterlid des Auges nicht überragen. Ein breiter kräftiger Kiefer und ein starkes Kinn vervollständigen das Bild. Die Ohren sind klein und an den Spitzen leicht gerundet. Sie stehen weit auseinander und sind mit HaarbüscheIn versehen. Die Augen sind groß, rund und weit auseinanderstehend. Sie sind leuchtend und ausdrucksvoll. Das Fell weist eine seidige, feine Textur auf und ist lang und dicht. Eine wollige Textur ist unerwünscht. Das Fell bildet um Schultern und Brust eine lange, volle Halskrause.

Wesen: Die meisten Perserkatzen sind ruhig und ausgeglichen. Ihr Temperament ist freundlich und sanftmütig. Im allgemeinen neigen Perserkatzen zu Bequemlichkeit

Ch. Beautyful Face of Lucky Dreamtem
Katze
gold-shell

Im Besitz von Ingrid Scholz
www.lucky-dreamteam.de

Chatandolls  Dakotah Blue
Kater
blue bicolour

Im Besitz von Manuela Bay
www.vulkandolls.de

 Ragdoll

Herkunft: Die Rasse Ragdoll entstand Anfang der 60er Jahre in Riverside, Kalifornien (USA). Dort lebte eine weiße Angorakatze namens ''Josephine'', die immer frei herumlaufen durfte und gelegentlich auch Junge hatte. Ein Wurf von Josephine und einem Kater unbekannter Herkunft (möglicherweise ein Birmakater oder zumindest birmaähnlich) erregte schließlich die Aufmerksamkeit von Ann Baker, einer Nachbarin von Josephines Besitzern. Zwei Jungtiere dieses Wurfes zeigten bereits die typischen Kennzeichen der Rasse und waren somit der eigentliche Beginn der Ragdollzucht. Mrs. Baker war von den Kätzchen so angetan, dass sie beschloß, eine neue Rasse mit den hervorstechendsten Merkmalen der Kleinen herauszuzüchten (blaue Augen, halblanges, pflegeleichtes Fell, ein liebenswertes Wesen und eine stattliche Größe). So baute Ann Baker eine Linienzucht mit Josephine, einem birmaähnlichen Kater und einigen weiteren Katzen auf. Mrs. Baker gab dieser neuen Katzenrasse den Namen ''Ragdoll'' (Stoffpuppe).

Körperbau:Die Ragdoll ist eine massive große Katze mit mittlerem Knochenbau. Die gesamte Erscheinung ist kräftig. Sie hat blaue Augen und weiße Schnurrhaare. Das halblange Fell fühlt sich seidig an. Es ist pflegeleicht und neigt nicht zum Verfilzen. Die Ragdoll liebt es aber trotzdem gebürstet zu werden. Die Ragdoll gibt es in 3 attraktiven Zeichnungen - Colourpoint, Mitted und Bicolour die sich durch das Ausmaß des vorhandenen Weißanteils voneinander unterscheiden und 4 Farben - Seal, Blue, Chocolate und Lilac.

Wie alle Rassen mit Pointabzeichen werden auch Ragdollkätzchen ganz weiß und mit rosa Schnäuzchen, Öhrchen und Pfötchen geboren. Die Farbe beginnt sich während der ersten Lebenstage zu entwickeln.

Wesen: Die Ragdoll ist sanft, ruhig, liebevoll und gutmütig. Wann immer es ihr möglich ist, folgt sie ihrem Besitzer auf Schritt und Tritt. Die Ragdoll ist für ihre Geselligkeit bekannt. Sie fühlt sich in der Gesellschaft von Mitkatzen oder freundlichen Hunden richtig wohl. Zumindest berufstätige Ragdollbesitzer sollten ihrer Katze deshalb möglichst einen Artgenossen gönnen. Sie geht an der Leine, wenn man sie früh genug daran gewöhnt. Sie sind intelligent und leicht zu erziehen, sehr neugierig und immer "hilfsbereit".

Ragdolls können sehr gut in der Wohnung gehalten werden, wenn ausreichend Kratzbäume, Schlaf- und Spielgelegenheiten vorhanden sind. Trotzdem genießen sie auch ganz gerne ein bißchen frische Luft. Für einen abgesicherten Fensterplatz bzw. Balkon, fest eingezäunten Garten oder ein Freigehege ist sie sehr dankbar.

 Siam

Herkunft: Der Ursprung dieser Rasse liegt in im Königreich Siam, dem heutigen Thailand. 1880 wurde die erste Siamkatze als Geschenk des Hofes von Siam an den britischen Konsul in England eingeführt. Wenig später begann die Zucht auch in anderen Ländern. In den weltberühmten Cat Book Poems (Katzengedichten) der Nationalbibliothek Bankok, einer Sammlung von Katzen gewidmeten Gedichten und Zeichnungen aus dem 14. Jh., sind jedoch Skizzen zu finden, die belegen, dass diese Rasse eine weit längere Vergangenheit hat.

Körperbau: Der Körper ist von mittlerer Größe, langgestreckt, schlank, gut muskulös, dabei jedoch elegant in der Gesamterscheinung. Der Hals ist lang und schlank. Die Beine sind lang und gut proportioniert zum Körper. Die Füße sind klein und oval. Der Schwanz ist sehr lang, dünn am Ansatz und in einer feinen Spitze endend. Der Kopf ist von mittlerer Größe, keilförmig und zum Körper gut proportioniert. Der Keil fängt an der Nase an und verbreitert sich allmählich an beiden Seiten in geraden Linien zu den Ohren. Die Ohren sind groß, zugespitzt, breit an der Basis und verlängern die Seiten des Keils. Der Schädel ist von der Seite gesehen leicht konvex. Die Nase ist lang und gerade. Die Schnauze ist rein ausgebildet. Kinn und Kiefer sind von mittlerer Größe. Das Ende des Kinns bildet mit der Nasenspitze eine vertikale Linie. Die Augen sind von mittlerer Größe, mandelförmig und leicht schräggestellt. Die Augenfarbe ist bei Siamkatzen ein klares, leuchtendes, tiefes Blau. Das Fell ist sehr kurz, fein, glänzend und glatt anliegend. Die Körperfarbe des Fells ist gleichmäßig. Es können leichte Schattierungen am Körper auftreten. Die Abzeichen (Points) umfassen die Maske, die Ohren, die Beine und Füße und den Schwanz. Die Abzeichen sind möglichst einheitlich gefärbt. Die Maske ist durch Farbspuren mit den Ohren verbunden und bedeckt das ganze Gesicht.

Wesen: Der Siamkatze werden viele Eigenschaften nachgesagt. Sie ist extrem besitzergreifend, hochintelligent, lebhaft und frech. Ihr exzentrischer Charakter läßt sie aber auch arrogant und vulgär erscheinen. Ihr angeborener Egoismus verführt sie oft, keinen Rivalen zu ihrer Bezugsperson zu dulden. Zerkratzte Möbel und umgerissene Blumentöpfe sollten für den stolzen Halter einer Siamkatze kein Problem sein. Die Möglichkeiten ihrer vergleichsweise lauten Stimme gebraucht sie gewissenlos.

Champion Baghira von Twelve Oaks
Katze
chocolate-Point

Im Besitz von Vera Hammer
www.veraskatzenwelt.de

Ch.Newskij´s Olli the Red Devil
Kater
 red-mc-tabby-white

Im Besitz von Ute Schultz
www.batyjewo.de

Sibirische Katze

Herkunft: Das Ursprungsland der Sibirischen Katze ist die ehemalige Sowjetunion. Die Sibirische Katze ist ein kompakter Naturbursche, die 3 bis 5 Jahre braucht, um sich voll zu entwickeln. Besonders die Kater beeindrucken durch ihre imposante Erscheinung. Die Sibirskaja Koschka, wie sie in ihrem Heimatland genannt wird, vermittelt einen abgerundeten, harmonischen Eindruck. Die gesamte Erscheinung sollte von Kraft und Größe zeugen. Sie sind extrem flink und großartige Springer. Ihre Muskeln sind besonders ausgeprägt. Die Pfoten sind groß, rund und kräftig, mit Haarbüscheln zwischen den Zehen.

Körperbau: Der Kopf hat eine gemäßigte Keilform, mit gerundeten Konturen, einer vollen, gerundeten Schnauze mit einem kräftigen Kinn. Das Nasenprofil ist leicht geschwungen. Die Augen sind groß, ausdrucksvoll und leicht oval. Die Farbe variiert zwischen grün. gelb und Bernsteinfarben. Bei der Farbvariante Neva Masquerade sind die Augen blau. Die Ohren sind mittelgroß und breit, weder hoch noch weit plaziert. Die ideale Plazierung sollte dem Abstand von 1 bis 1 ½ Ohrbreiten entsprechen. Die Spitzen sind gerundet und das Ohr neigt sich leicht nach vorne. In den Ohren befinden sich Haarbüschel. Pinsel auf den Ohren sind wünschenswert.

Das Fell ist mittellang , außer am Nacken und der Schulter ist es etwas kürzer. Es ist pflegeleicht. Beim Fellwechsel sollte man etwas öfters zur Bürste greifen. Unterschiede zwischen Sommer- und Winterfell sind deutlich zu sehen. Vor allem im Winter hebt eine üppige Halskrause den großen, eindrucksvollen Kopf der erwachsenen Katze hervor. Besonders schön anzusehen ist ihr buschiger, langer Schwanz der auch bei Sommerfell vorhanden ist. Alle Fellmuster und Farben sind erlaubt. Man unterscheidet in erster Linie Agouti und Nonagouti. Der Begriff Agouti steht für Tigerzeichnungen, unabhängig von der Farbe und Nonagouti bezeichnet alle Tiere, die keine Tigerzeichnung haben und einfarbig, zweifarbig oder dreifarbig sind. Auch die Silbervarianten sind bei den Sibirern vertreten. Eine weitere Farbvariante ist die blauäugige „Neva Masquerade“ mit Maskenzeichnung.

Wesen: Die Sibirische Katze ist sehr intelligent, lebendig und ausgesprochen liebenswürdig. Sie verträgt sich gut mit anderen Tieren, ist immer gut gelaunt und für jeden Schabernack zu haben. Sie ist termperamentvoll und selbständig, dabei aber sehr anhänglich und verschmust.

Malawi's Marrakesh
Kater
 wildfarben

Im Besitz von Gabriela Ozan
www.malawis.de.vu

 Somali

Herkunft: Die Somalikatze ist eigentlich eine langhaarige Variante der Abbesinierkatze. Bereits in den 30er Jahren wurden Langhaargene in Abbesinier eingekreuzt. Die heutige Somalikatze entstand in 60er Jahren in Amerika. Von Amerika kam diese Rasse zu Beginn der 70er Jahre nach Europa und wird heute auf der ganzen Welt gezüchtet. Besonders in Australien erfreut sich die Somali großer Beliebtheit.

Körperbau: Die Somali ist von mittlerer Länge wirkt aber geschmeidig und graziös. Trotzdem hat sie eine gut entwickelte Muskulatur. Der Rumpf ist rund mit leicht gewölbten Rücken und die flachen Flanken. Der Bau des Rumpfs bewirkt den Eindruck ständiger Sprungbe-reitschaft. Der Schwanz ist dick im Ansatz mit buschiger Be-haarung. Die Beine stehen im guten Verhältnis zum Körperbau. Die Pfoten sind kompakt und oval in der Form. Der Kopf hat eine leicht gerundete Keilform mit weichen Konturen von Profil, Stirn und Wangen. Die Stirn ist gut ausgebil-det und verlängert sich ohne Unterbrechung bis in den gewölbten Nacken. Vom Nasensattel zur Stirn ist eine leichte Erhöhung erkennbar. Die Schnauze folgt den weichen Konturen des Schädels in gleicher Weise wie das Profil. Das Kinn ist gut entwickelt und erscheint abgerundet. Die Ohren sind groß, mäßig spitz, breit und kelchförmig am Ansatz. Das Innere des Ohrs ist behaart. Die glänzenden ausdrucksvollen Augen sind groß, mandelförmig, gut auseinander gesetztl. Die Augenfarbe ist ein klares, intensives Bernstein-gelb oder Grün. Die Augenlider sind dunkel mit etwas stärkerer Umrandung. Das mittellange Fell ist ausserordentlich fein, sehr dicht und besonders weich. Auf den Schul-tern kann es etwas kürzer sein. Beginnend an der Haarwurzel setzt sich das Ticking mit einem rötlichen bis cremefarbe-nen Ton entsprechend der Farbvarietät fort.

Wesen: Die Somali ist ein gutmütiges hochintelligentes Tier. Obwohl sie manchmal scheu erscheint, ist sie überaus spielfreudig. Der Somali sollte ausreichend Auslauf gewährt werden.

 Türkisch Angora

Herkunft: Ihre Wurzeln hat die Türkisch Angora wenn überhaupt, dann als weiße Katze, in den ehemaligen Gebieten der heutigen Türkei. Dort ist sie schon seit dem 15. Jahr-hundert bekannt. Im 16. Jahrhundert wurde sie oftmals von osmanischen Sultanen an die europäischen Höfe verschenkt.

Vor allem die Damenwelt erfreute sich an den Tieren, die mit ihrem langen und seidigen Fell etwas ganz besonderes darstellten. In Europa waren zu dieser Zeit keine langhaarigen Katzen bekannt. Daher ist es nur all zu verständlich, dass ein weißes Tier mit blauen Augen in der aristokratischen Welt besonders beliebt war. Weiß stand von je her für rein, jungfräulich und edel. Das aufkommen der Perserkatze zum Ende des 19 Jahrhundert ließ sie nicht nur in Vergessenheit geraten, sondern brachte sie zu fast zum Aussterben. In wahrlich letzter Sekunde und durch den Umstand dass man in der Türkei glaubt „Kemal Atatürk“ würde als weiße odd-eyed Katze reinkarniert, ist sie die einzige Rassekatze der man eine Erhaltungszucht in einem Zoo widmet. Wohlgemerkt, nur die Weißen. Durch einen glücklichen Umstand gelangten einige wenige Tiere Ende der fünfziger Anfang der Sechziger Jahre in die USA. Einen großen Teil der züchterischen Arbeit dieser wunderschönen Rassekatze verdanken wir diesen Pionieren. Sie haben die Zucht der Türkisch Angora außerhalb der Türkei erst möglich gemacht haben.

Körperbau: Im Gegensatz zu ihrer türkischen Schwester der Van Katze ist die Angora ein Abbild an Eleganz. Hochbeinig, schlank mit langem Hals uns hohen Beinen, wirkt sie grazil und edel. Der Kopf der ein eher gleichmäßiges Dreieck bildet mit seinen wie eine Krone auf dem Kopf wirkenden großen, spitzen und engstehenden Ohren muss der Hauptaugenmerk dieser Rasse sein. Die Nase ist fast gerade, ein sanfter Schwung ist gewünscht und die Augen dürfen nie rund sein sondern leicht schräg und mandelförmig. Die Türkisch Angora besitzt ein seidiges halblanghaariges Fell, welches keine Unterwolle aufweist. Sie darf niemals einer Perserkatze ähneln, das führt zur Disqualifikation.

Wesen: Ihr Wesen ist das einer sanften Wilden oder eines temperamentvollen Seelchen. Sie hat alles in ihrem Repertoire. Sie kann furchtbar schmollen wenn man sie zu lange alleine lässt, ist aber auch ein Plappermäulchen wenn man auf ihre Gesten eingeht. Sie liebt ihren Menschen und folgt ihm wie ein Hündchen auf Schritt und Tritt, wenn man sie lässt. Alles was Sie tun, wird auch ihre Türkisch Angora brennend interessieren. Türkisch Angoras sind sehr gesellige Katzen und glücklich wenn sie noch eine Samtpfote als Spielgefährten haben. Zu zweit oder dritt kaspert es sich eh viel besser.